Altmärkischer Verein für vaterländische Geschichte zu Salzwedel
altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Friedrich Wilhelm Albrecht

Pastor

Sterbedatum:
08.01.1840
Ort:
Beuster
Standort:
St. Nikolaus Kirche
GPS:
11.784080 - 52.938944

Beschreibung:
Zustand:
Die Oberfläche des Grabsteines aus Sandstein ist im unteren Bereich etwas verwittert.

Dekor:
Der Grabstein besitzt eine vertiefte Inschrift.

Inschrift:
Fried. Wilh.
Albrecht,

geb. zu Lindenberg
am 4. Octbr. 1774,
gestorben als Pastor
zu Gr. Beuster
am 8. Jan. 1840.
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Apocal. 14, 13.
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Anmerkung:
Der Grabstein wird erwähnt in Hossfeld / Haetge „Die Kunstdenkmale der Provinz Sachsen. Der Kreis Osterburg“, Kommissionsverlag August Hopfer in Burg 1938, S. 125: „8. Zwei Grabsteine. Nachträglich in die Ostwand des südlichen Seitenschiffes eingebaut. Sandstein. Inschrift in Antiqua. Christian Friedrich Schröder (…), ferner Pastor Friedrich Wilhelm Albrecht (…).“
Albrecht starb 1840 an „Lungenentzündung mit hinzugetretenem Nervenfieber“. Im Kirchenbuch wurde festgehalten: „Der Prediger Friedrich Wilhelm Albrecht ward geboren am 4ten Oktober des Jahres 1774 zu Lindenberg, wo sein Vater ebenfalls Prediger war. Er besuchte als erwachsener Knabe die Schule zu Gardelegen, als Jüngling das Graue = Kloster in Berlin, woselbst er die Wohlthaten der Streitschen Stiftungen genoß. Im Jahre 1795 ging er auf die Universität Halle, und studierte daselbst Theologie bis zum Jahre 1797. Hierauf kehrte er in das elterliche Haus zurück, versah er zwei Jahre lang zugleich das Amt eines Prädicanten bei seinem betagten Vater in Lindenberg. – Im Jahre 1800 erhielt er die Pfarre Hoewisch, von Jagowschen Patronats, die er bis zum Jahre 1824 verwaltete. In diesem Jahr zog er nach Gross – Beuster, und bekleidete hier das geistliche Hirtenamt treu und gewissenhaft bis an seinen Tod. Er hinterließ eine Witwe und sieben Kinder, die ihm viele Thränen der Liebe und Dankbarkeit nachweinen. Sanft ruhe seine Asche!“
Albrechts Vater war der Pastor (1751 – 1800) Joachim Friedrich Albrecht in Lindenberg (vgl. Czubatynski „Evangelisches Pfarrerbuch für die Altmark“ S. 109f). Pastor Friedrich Wilhelm Albrecht war Verfasser plattdeutscher Gedichte.

Lage:
Der Grabstein befindet sich außerhalb der Kirche. Er wurde in der Ostwand des südlichen Seitenschiffes eingelassen.

Text und Foto:
Frank Moldenhauer, Magdeburg 2018