altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Sibilla Juliana von Uchteritzen

Konventualin

Sterbedatum:
22.03.1721
Ort:
Arendsee
Standort:
Kloster-Kreuzgang
GPS:
11.477119 - 52.881263

Beschreibung:
Zustand:
Im oberen Bereich hat die Grabplatte aus Sandstein eine Bruch- bzw. Fehlstelle, die mit Mörtel zugesetzt worden ist. Die unten links abgebrochene Ecke liegt lose unter der Platte.

Dekor:
Die Schrift ist gekerbt. Den Schriftzug des Randes fassen zwei gekerbte Linien. Über und unter dem Textfeld stehen je zwei in Oktogonen gesetzte Wappen. Links oben – von Uechtritz: zwei gekreuzte Schlüssel im Schild, ein Büfelhornpaar als Helmzier, Inschrift über dem Wappen „D. V. V.“; oben rechts – von Möllendorff: dreiarmiger Leuchter im Schild, als Helmzier empor ragende Arme, Inschrift über dem Wappen „… M.“; unten links – von Bredow: einen drei-sprossigen Steighaken im Schild, ein steigender Steinbock als Helmzier, Inschrift über dem Wappen „D. V. B.“; unten rechts: im Schild drei Rosen, die zwei zu eins angeordnet sind, dazwischen ein sechszackiger Stern, als Helmzier empor ragende Arme, dazwischen ein Baumstamm mit zwei Astansätzen, darüber ein sechszackiger Stern, Inschrift über dem Wappen „D. V. W.“.

Inschrift
Schriftzugumlauf auf dem Rand:
Sibilla Juliana von (Uc)hteritzen

Ist gebohren 1654 Ist gestorben 1721 Im 67 Jahr Ihres Alters
Eine CONVENTUALIN 14 Jahr.
Die ruhen die gebeine der Woll Würdigen Hoch und Wohllgebohrnen Fraw

Textfeld:
Waß hie kräncket seüfstzt und
steht, wird dort frisch und herrlig
gehen. Irrdisch werd ich ausgesät,
Himmlisch werd ich aufferstehen
hie geh ich natürlich ein, nachmahls
wird ich geistlich sein.
In Himmel ist Mein Schatz,
daß kleinod daß ich wehle,
Dahin meine Seele eilt,
der leib ruhet in der Höle.

Anmerkung:
Die Grabplatte findet keine Erwähnung in dem akribisch recherchierten Werk von Hossfeld / Haetge „Die Kunstdenkmale der Provinz Sachsen Der Kreis Osterburg“, Kommissionsverlag August Hopfer in Burg 1938, (S. 44 – 46).
Lt. Kirchenbuch starb die Domina am 22. März 1721. Zu ihrer Herkunft wurden keine Angaben gemacht. Denkbar wäre, dass ein Bezug zur Familie von Uechtritz besteht, die seit 1587 mit dem Rittergut in Osterholz (Kreis Stendal) belehnt war (vgl. Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Bestand H 171(Osterholz)).

Lage:
Die Grabplatte steht innerhalb des Kreuzganges an der Nordwand.

Foto:
Frank Moldenhauer, Magdeburg 2017