altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Christopherus I. F. Schultze

Pastor, Autor d.Chron.v.Gardelegen

Sterbedatum:
08.11.1685
Ort:
Gardelegen
Standort:
Marienkirche
GPS:
11.395096 - 52.524903

Beschreibung:
Zustand:
Die Grabplatte aus Sandstein ist vollständig erhalten.

Dekor:
Die Platte besitzt einen erhabenen Rand. Das ovale Textfeld mit gekerbter Schrift wird von zwei Lorbeerzweigen, aus denen viele verschiedene Blumenblüten treiben, umrahmt. Die Zweige überkreuzen sich im oberen Bereich und umrahmen nochmals ein Wappen mit einem Mann, der sich auf einem langen Stab stützt, im Schild und einer Blume mit drei Blüten als Helmzier. Zwei schwebende Engelsfiguren greifen zu beiden Seiten des Wappens in den Lorbeerzweig. Am unteren Ende der Rahmung des Schriftfeldes befindet sich ein Totenkopf auf einem gekreuzten Knochenpaar.

Inschrift:
MENORIÆ SACRUM.
CHRISTO † AMICUS.
CHRISTOPHERUS. I. F. SCHULTZE.
GARDELEGIENSIS
ANNO 1634 D. 17 JANUARII,
PATRE VIRO PROCONSULE NATUS.
1660. SCHOLÆ PATRIÆ CONRECTOR.
1662. ECCLESIÆ LINDSTÆDT PASTOR.
1663. GARDELEGIÆ ad D. MARIÆ ARCHIDIACONUS.
1664 per ANNAM SCHULTZIAM NEo SOL[T]QVELLens MARITUS.
1668 CHRONICO PATRIÆ CLARUS,
1685 DENATUS d. 8. NOVEMBRIS.
DIE vero 15 NOVEMbr. OBSCUR OHOC in TUMULO,
MORTALITATIS EXUVIAS,
IN SPEM GLORIOSÆ RESURRECTIONIS,
ET FUTURÆ IMMORTALITATIS,
TERRÆ, MATRI SUÆ, REDDIDIT.
POSTOVAM ANIMAM,
AD IBSUM, OVEM HIC TULIT, SALVATOREM
CORPORIS ALIQVANDO GLORIFICATI
REDUNITIONEM EXPECTATURAM,
BEATE PLACIDEO TRANSTULIT.
MOVE TE OCYUS VIATOR.
ET IN HOC MORTALITATIS MONUMENTO
IMMORTALITATEM DISCAS,

MEMENTO.

Anmerkung:
Christopherus Schultze wurde am 17. Januar 1634 geboren. Ab 1660 wirkte er als Konrektor in Gardelegen, zwei Jahre später als Pastor in Lindstedt. 1663 wurde er Pastor an der Marienkirche in Gardelegen. 1664 verheiratete er sich mit Anna Schultz aus der Neustadt Salzwedel. Die Verfertigung und Veröffentlichung der Chronik der Stadt Gardelegen „Auff- und Abnehmen der löblichen Stadt Gardelegen“ (gedruckt in Stendal bei Andreas Güssow 1668, 1995 als Reprint herausgegeben vom Märkischen Kunst- und Heimatverlag Kalbe/Milde – Hechthausen ) gehört zu seinen großen Verdiensten. Vgl. auch Czubatynski „Evangelisches Pfarrerbuch für die Altmark“ S. 292.

Lage:
Die Grabplatte liegt im Chor der Marienkirche vor dem Hochaltar. Ihr oberes Ende weist nach Westen.

Foto:
Frank Moldenhauer, Magdeburg 2017