altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Elisabeth Uden

Hackelbusch

Witwe des Bürgermeister

Sterbedatum:
13.03.1586
Ort:
Gardelegen
Standort:
Marienkirche
GPS:
11.394986 - 52.534760

Beschreibung:
Zustand: Das Epitaph ist vollständig erhalten. Gleiches gilt für die farbliche Fassung.

Aufbau:
Das prächtige Epitaph zeigt das Relief der Verstorbenen in betender Haltung. Dabei ist sie mit einer Haube und einem offenen bodenlangen Umhang bekleidet. Sie steht in einem Renaissance-Portal, das überaus reichhaltig mit Figurenschmuck dekoriert ist. Über dem Torbogen sind drei Wappen angeordnet. Unter dem Portal befindet sich eine Kartusche, die das Textfeld mit erhabener Schrift rahmt.

Inschrift:
BILDNVS ∙ DER ∙ ERBAREN ∙ VND
VILTVGENTSAMEN ∙ ELISABETH
HACKELBVSCHS IOHANS
∙ SELIGER ∙ TOCH
TER ∙ VON ∙ SOLTWEDEL ∙ ANTONIVS ∙ VDEN
ELIGE ∙ HAVSFRAW ∙ WELCHE ∙ DEN ∙ 13
MARTII ∙ ANNO ∙ 1586 ∙ AVS ∙ DIESEN ∙ LEBEN
SELIGLICH ∙ VORSCHEIDEN ∙ VND ∙ IN
DIESE ∙ KIRCHE ∙ CHRISTLICH ∙ DEN
14 ∙ ZVR ∙ ERDEN ∙BESTETIGET
WORDEN

Anmerkung:
Johann Hackelbusch war Kaufmann in der Altstadt Salzwedel und gehörte einer Lehnbürgerfamilie an, die Einkünfte aus benachbarten Dörfern (Benkendorf, Buchwitz, Kl. Gartz, Lüge, Mahlsdorf) bezog (Vgl. Enders „Die Altmark“ S. 311, 319, 1027). Anton Ude (+ 1566) war Bürgermeister in Gardelegen und entstammte einer seit dem 14. Jahrhundert in der Stadt ansässigen Ratsfamilie (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Uhden), die mit Einkünften aus einigen Dörfern/Vorwerken (Weteritz, Kunrau, Zichtau, Jemmeritz) afterbelehnt war (vgl. Philip Wilhelm Gercken „Codex Diplomaticus Brandenburgensis“ Stendal 1778, Teil VI, S. 621).

Lage:
Das Epitaph hängt in der südöstlichen Ecke des Kirchenschiffes.

Foto:
Frank Moldenhauer, Magdeburg 2017