altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Wilhelm Ludwig Friedrich von Damm

Preußischer Offizier

Sterbedatum:
22.10.1748
Ort:
Gardelegen
Standort:
Marienkirche
GPS:
11.394535 - 52.524866

Beschreibung:
Zustand:
Die farbliche Fassung des Epitaphs hat sich an vielen kleinen Stellen abgelöst. Am Sockel befinden sich mehrere Abplatzungen insbesondere in Bodennähe, sodass die Lesbarkeit dort eingeschränkt ist.

Dekor:
Das Textfeld wird von Akanthusblättern und Voluten eingefasst. Oberhalb des Schriftfeldes ragen zu beiden Seiten militärische Trophäen wie Fahnen und Lanzen hervor. Mittig sticht eine Stele mit einem Baldachin bekrönte empor, die ein Wappen (Familie von Damm, Braunschweiger Patrizierfamilie) trägt. Der Schild zeigt einen nach links springenden Hund. Die Helmzier besteht aus Straußenfedern, die zwischen einem Büffelhornpaar angeordnet sind.

Inschrift
Schriftfeld:
Alhier
liegen auf Hoffnung der Unsterblichkeit
die Gebeine
des in seinem Ruhm noch jetzt lebenden Hochwohlgebl: Herrn
Herrn Wilhelm Ludwig Friedrich von Damm,
Hochbestatten Hauptman̅s bey dem Hochlöbl: Kleistschen Regimente.
Für diese Unsterblichekeit
ward er von seinen Hochwerthesten Eltern mit Ruhm erzogen:
nachdem er durch seine Geburt
unter die Zahl der Sterblichen auf Erden versetzet worden.
Sein ruhmvolles Leben übertraf seine sonst fürtrefliche Erziehung.
Er diente dem Vaterlande mit täglich steigendem Ruhme
unter den siegreichen Fahnen zweyer Könige von Preussen
von einer Stufe der Ehren zu der andern.
Von der niedrigsten an bis zu derjenigen die er noch in den
letzten Jahren seines Lebens bestiegen hat,
ist keine, die ihm nicht eine besondere Ehre bringen
und sein Andencken bey dem gantzen Regimente und bey allen
die ihn gekant, unvergeslich machen solte.
Um so viel unvergeslicher
bleibet sein zwar plötzlicher, doch seliger Hintritt,
welcher d. 22. Octobr. 1748 um 7 Uhr abends alhier
in Gardelegen
durch einen Schlagfluß
im 47.sten Jahre seines ruhmvollen Alters
erfolgte.

Sockel:
Hier liegt der Held erblasst im Staube,
Dem Feind und Tod den Muth nicht brach.
Verdienst und Ehre folgt ihm nach:
Hier weint um ihn die Welt und dort crönt ihn
sein Glaube.

Anmerkung:
Dieses Epitaph findet mit kompletter Textwiedergabe auch Erwähnung in: Hildebrandt „Die Grabsteine und Epitaphien adliger Personen in und bei den Kirchen der Altmark“, Gardelegen 1868, S. 53f

Lage:
Das Epitaph steht innerhalb der Kirche an der Westwand nördlich des Turmes links neben dem Flügelaltar auf einem kleinen gemauerten Podest.

Foto:
Frank Moldenhauer, Magdeburg 2017