altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Anna Coster

Hüseliten

Ehefrau des Pastors

Sterbedatum:
07.04.1626
Ort:
Gardelegen
Standort:
Marienkirche
GPS:
11.394555 - 52.524896

Beschreibung:
Zustand:
Die Grabplatte ist vollständig erhalten.

Dekor:
Die Inschrift ist gekerbt. In den vier Ecken befinden sich Kartuschen, die mit Kreisringen eingefasst sind. Oben links: in der linken Hälfte ein Hund mit Halsband, der die Zunge herausstreckt (Tilmann Küster), ober rechts: links ein Radkreuz, rechts eine aufrechtstehende Handsichel (Hüselith/Wachtel), unten links: wie oben links, unten rechts: ein Radkreuz.

Inschrift Kreisrand der oberen Kartuschen:
H ∙ TILOMANVS COSTERIVS ∙ BARBARA WARDENBERGES
HINRICH HVSELITH ANNA WACHTELS
Inschrift Textfeld:
IM
Jahr
Nach
Der gnaden Reichen geburtt vnserß
Herren vnd Heilandeß Christi
M DC XX VI
Den 7 ∙ Apriliß ist die weilant
Andechtige vnd Ernreiche Fraw Anna
Hüseliten Ernn ∙ M ∙ Pauli Costerii
Pfarherrn vnd Superintendenten hie„
selbst gewesene Ehliche vnd liebe hauß
Frawe in Christo Jhesu Sehlichlich ent„
Schlaffen Ihreß Alterß im 45 Jahre

Inschrift Kreisrand der unteren Kartuschen:
M ∙ PAVLVS COSTERIVS PAST ∙ ET SVPER
ANNA HUSELITEN ∙ S ∙ G

Anmerkung:
Da auf der Grabplatte links zwei identische Kartuschen zu Paulus und Tilemann Küster dargestellt sind, kann man von Vater und Sohn aus gehen. Tilemann Küster wurde um 1540 in Gardelegen geboren. Vor 1567 hatte er die Pfarrstelle in Solpke inne, danach bis zu seinem Tod am 8. Juni 1590 an der Marienkirche in Gardelegen. Sein Sohn Paulus Küster wurde am 19. Mai 1571 in Gardelegen geboren. Er studierte in Wittenberg und Helmstedt. Ab 1599 bis zu seinem Tod am 1. Juni 1643 wirkte er als Pastor in Gardelegen. (Vgl. Czubatynski „Evangelisches Pfarrerbuch für die Altmark“ S. 219)
Vgl. David Bauke „Mittheilungen über die Stadt und den Landräthlichen Kreis Gardelegen“ Franzen und Große Stendal 1832, S. 72: „Dreizehnter Abschnitt. Gardelegen von 1618 – 1650. … Gardelegen besaß in jener Zeit in seinen höchsten und wichtigsten Ämtern Männer, auf welche es sich verlassen und stolz seyn durfte. Paulus Cösterius war Superintendent, belehrte durch seltene Schriften, stiftete herrlichen Segen in seinem Berufe und leuchtete vor durch seinen musterhaften Wandel.“

Lage:
Die Grabplatte liegt innerhalb der Kirche nördlich des Turmes östlich des Pfeilers.

Foto:
Frank Moldenhauer, Magdeburg 2017